Kanarische Urlaubsmomente für deine Erinnerungen und dein Zuhause ...

EDITIONCANARIAS

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1. AUS DEM EDITIONCANARIAS-FOTOBUCH "IM ZEICHEN DES YPSILONS"


"Im Zeichen des Ypsilons" (Rückseitentext des Buches):

 

El Hierro, die kleinste Inselschwester der sieben größeren, wirft weder mit dem üblichen touristischen Geschmeide nach mir, noch will sie , dass ich ihre Füße küsse. Sie ist einfach und überraschend da.

 

Ich ahne schon, dass sie selbst Ruhe und Enthaltsamkeit liebt und mich damit an meine ausbleibende erinnert. Wann hatte ich sie eigentlich das letzte Mal? Andererseits will sie aber, trotz Zurückhaltung und Einfachheit, dennoch die Schöne sein, die den Weltenwanderer auf ihre Seite ziehen – ihn verführen will. Es ist auch zu spüren, dass sie weiß, welche Formschönheit eines griechischen Buchstabens ihr der Gott aller unterirdischen vulkanischen Ströme dieser Welt vor über 30 Millionen Jahren gegeben hat: "Du seiest für ewig Yp-Si-Lon!", könnte er gefaucht haben und  der Meeresboden riss  entsprechend dieser Form auf und blutrotheißkochend schoss die Geburtsmagma aus den aufgerissenen Spalten des Grundes hervor nach oben ...

 

Es brauchte weitere Millionen Jahre, Eruptionen, speiendes Feuer, Explosionen, Verwerfungen, Kratereinbrüche und Kantenabstürze, bis sich dieser magische Buchstabe, begrünt, bewaldet, meeresumtost, wolkenverhangen, sonnenbeschienen, fruchtbar da und mal país dort, zu jenem verankerten Schiff der Y-Line "El Hierro" endlich dauerhaft vertäuen ließ. Dauerhaft?- ich zweifle daran ...

 

"Nun komm endlich und lieb mich", ruft die Schöne. Ja, ich versuch´s ja ... immer auch meinen Anker im Auge.


Text © by León W. Schönau


2. AUS DEM EDITIONCANARIAS-FOTOBUCH "BANANEN RUFEN ZUM GEBET"


TITEL- UND RÜCKSEITENDESIGN DES BUCHES. ENTWURF. LEÓN W. SCHOENAU
TITEL- UND RÜCKSEITENDESIGN DES BUCHES. ENTWURF. LEÓN W. SCHOENAU

TEXT 1: "TOTE POLIZISTEN"

Angekommen auf Teneriffa. Endlich wieder Gasgeben auf kanarischen Inselstraßen. Das nicht richtig runtergehandelte Leihauto schnurrt wie zur Kompensation des erlittenen Euroaderlasses munter vor sich hin. Der Fahrer selbst, lächelnd unterm landestypischen Sombrero, träumt sich fahrend in den Langzeiturlaub. Über die glatten bis brüchigen Inselstraßen röhrt der Twingo munter dahin. Wumm, hopps_ der Twingo twistet seitlich etwas Richtung Fahrbahnrand und wieder zurück, dann ein paar cm hoch und setzt krachend auf. Runter vom Gas. Mann! Hier wurde etwas gestreift, überfahren, touchiert, angekratzt oder so..., bloß nicht ein ... Hombre. ¡Por Dios! Nach wenigen Meter der gleiche Kracher auf der Straße: Balken, Stück Stahlrohr, letzte nicht abgefackelte Rakete der Dorffiesta? Jetzt scharf gebremst. Hinter mir keiner? No, unvernünftiger Alemane, cabeza cuadrada, du hast eben zwei Polizisten überfahren. Ja, Polizisten! Ziemlich auffällige Unauffällige, Dicke. Aber mit Glück im Unglück, sie waren bereits tot. Guardias muertos, una, dos... bloß kein Dritter. ¡Quita gas! Rechts ran und raus. Ausgestiegen sehe ich sie liegen. Im Abstand von je 20 m. Am Schluß ein Zebra, sorry, ein kompletter Zebrastreifen. Es sind praktische Straßenhöcker, ca. 5 cm hohe Balken, quer über die Straße gelegt. Hartplastik. Von kanarischer Sonne und hartaufgepumpten Firestonereifen unvernichtbar gemacht. Harrrrrrrtplastik. Hart zu dir und deinem Blechle, auch auf den Kanaren.

 

Dass die Holperschwellen so genannt werden, ist keine Erfindung von mir, sondern kommt von den in Staats- und Räsonangelegenheiten ziemlich respektlosen Nachkommen der Guanchen. Da kann man den spanisch dirigierten Guardias mal wieder einen geben. Der Verkehrs- und Lebenssicherheit sind die Holperbretter allerdings allemal hilfreicher, als sämtliche deutsche Ausrufezeichenverkehrsschilder auf einmal. Denn manchmal holpert es bei zuviel Geschwindigkeit vorm Zebrastreifen nicht nur ein, zwei sondern auch dreimal. Und wer sich dann noch einen Teufel um Fahrgestell und durchgeknallte Pneus schert, der erleidet auf dem häufig ebenfalls noch „anghäufelten“ Zebrastreife den nächsten unfreiwilligen Abheber und Aufsetzer. Dann doch lieber die gewünschten 20 km/h, in Annäherung zu über die Straße laufenden Mitmenschen. Was auch bei anständiger Fahrweise bleibt, sind zwei kanarische Erkenntnisse: Auch mit 20 km/h kann man noch über policias rollen, ohne angezeigt zu werden. Manchmal sind die Holperschwellen auch noch töter als tot, nämlich an beiden Rändern abgefahren, zermatscht, zerfasert – einfach weg. Dann steuere man seine coche geschickt durch die lebendige Lücke. Aber bitte mit 20 km/h. Sabe Dios como y donde...

Text©by León W. Schönau


TEXT 2: "WAS HEISST ´2 X 1 ´"?

Eine Scherzfrage oder pregunta chistosa


 Das Gewühl auf der Straße ist unerträglich. Jedoch alle außer mir, sind, wie es scheint, guter Dinge. Die Canarios/as sind eh schon ein ein rabattwildes Völkchen. Jetzt, nachdem bekannt wurde, dass, "¡fue el colmo!" (der Hammer!), die Mehrwertsteuer auf der Insel (IGIC) im Vergleich zu der des  spanischen Mutterlandes (IVA= 21 %) "nur" von 5 auf 7 % angehoben wurde, scheint die kanarische Welt nur noch aus  Schnäppchenjägern zu bestehen. Angeblich sollen die meisten von der Peninsula (dem spanischen Festland) kommen. Aha! Deshalb lese ich überall an und in den Schaufenstern die kindliche Rechenaufgaben " 2 x 1". ?? Aber nix mit Mathematik 1. Klasse.

 

Die Krise führte das neue 1 x 1 sowieso schon lange ein. Hier heißt es simpel: Du bekommst zwei Produkte zum Preis von einem. Es ist eine der tausend "¡ofertas!" dieser Meile.  "¡Una ocasión única!", ein einmalige Chance, schreit meine Begleiterin ins Gewühl. Da die anderen weiter wühlen ohne aufzusehen, scheinen sie es schon gewusst zu haben.

 

Nur ich schrecke wieder mal zusammen, habe aber dafür meine Scherzfrage für den  nächsten Deutschlandaufenthalt.

(Text: ©León W. Schönau)