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EL HIERRO - AUF DEN ERSTEN BLICK


EL HIERRO: ERSTE IMPRESSIONEN


Der erste Blick. Die Liebe auf diesen ersten ... Der erste Eindruck: Das Beste, was ich von ihm erwarte. Das Beste, auch von dieser Insel, auf die ich das erste Mal meinen Fuß setze, meine Augen werfe, ihr meinen Atem anvertraue, auf das höre, was die Luft zu mir trägt, was sich über meinem Kopf und unterirdisch abspielt. Und ich übe "beugen", wie die Wacholderbäume auf El Sabinar .... Bilder, Farben, Orte, Zustände. Zeiten + Impressionen, gesammelt – mit und ohne Gedankenmusik, reihen sich auf dieser Seite aneinander.  Schritt für Schritt/ paso a paso/ step by step.


AUGUST 2017. EINE NEUE FILMDOKUMENTATION VOM NDR, DIE ES SICH ANZUSEHEN LOHNT! Archäologin Maite erklärt El Hierro.

"Die Archäologin Maite zeigt dem Fernsehteam des NDR ihre Insel El Hierro. Als Kind der Insel kann Maite (Maria Theresia) Ruiz von ihrem Eiland schwärmen und wie kein Außenstehender die Vorzüge ihres Paradies und das Privileg hier leben zu dürfen eindrucksvoll aufzählen und schildern. Ruhig ist es in den letzten Jahren um unsere Nachbarinsel El Hierro geworden. Nach den Aufregungen während des Eldiscreto Vulkanausbruch im Jahre 2011 und der Bewunderung zum regenerativen Energieprojekt Gorona ist die Insel wieder in ihren gewohnten Trott zurückgekehrt. Der Vulkan hat Anfang 2012 seinen Betrieb eingestellt und die Vision erste emissionsfreie und Energie autarke Insel der Welt zu werden wurde im Juni 2014 abgeschlossen. Eine neue Insel oder zumindest ein sichtbarer neuer Vulkankegel vor der Südküste bei La Restinga wurde nicht Wirklichkeit und das Energieprojekt Gorona hat auch nicht alle Erwartungen erfüllt. Presse und Fernsehen waren vor Ort und haben weltweit von El Hierro berichtet. Jetzt ist es wieder ruhig, kein Lärm, keine Hektik und nur einige Besucher verlieren sich ans Ende der Welt. Eine heile Welt ohne Massentourismus und von den Flüchtlingsströmen hört man auch nur aus den Nachrichten. Zwei Schiffsstunden von den Nachbarinseln La Gomera, La Palma oder Teneriffa entfernt. Alle Inseln bei klarem Wetter stets im Blick, aber doch weit entfernt wie auf einem anderen Kontinent. Auf diese Oase El Hierro hat sich im April 2017 wieder ein Filmteam des NDR gewagt und eine schöne Doku erstellt. „El Hierro – Das Leben auf der kleinsten kanarischen Insel“ so der Titel. Als endemische Hauptdarstellerin die Archäologin Maite." Zitat - Source: Kanaren News  http://lapalma1.net/2017/08/02/archaeologin-maite-erklaert-el-hierro/


01. JULI 2017. WIR FREUEN UNS MIR DEN HERREÑOS AUF 28 MAGISCHE KILOMTER DER BAJADA DER "VIRGEN DES LOS REYES"!

"Alle vier Jahre feiert die Kanareninsel El Hierro am ersten Samstag im Juli auf glanzvolle Weise ihr wichtigstes Fest, die Prozession, mit der die Schutzheilige der Insel, die Virgen de los Reyes, von ihrer Kapelle 28,7 Kilometer weit bis in den Ort Villa de Valverde getragen wird. Die Jungfrau wird von traditionell weiß und rot gekleideten Tänzern mit bunten Mützen und dem Lärm von „chácaras“ (eine Art Kastagnette) und Trommeln begleitet. Praktisch alle Inselbewohner nehmen an dieser Feier teil, die tausende Menschen zusammenführt. Sie beginnt an der Wallfahrtskapelle Ermita de los Reyes (ganz im Westen der Insel) und endet nach einem volkstümlichen gemeinsamen Picknick (die sogenannte „tendida de los manteles“ am Kreuz von Los Reyes) in den Abendstunden in Valverde. Die Feier dauert einen ganzen Monat lang an, in dem die Jungfrau in den wichtigsten Orten der Insel Station macht, um am ersten Augustsonntag in ihre Wallfahrtskapelle zurückzukehren."

(Source: www. spain.info )

Weitere Informationen:

http://elhierro.travel/


AUGUST 2015 | EIN MUSIKVIDEO (8 MIN) AUS EL HIERRO: MUSIK UND KULTUR: GLOBALLOKAL!

 

HIER TRIFFT SICH SEIT LANGEM die musikalische Avantgarde der Kanarischen Inseln. Einmal im Jahr, jeweils im schönsten Sommer,  wird " Jazz & Roots Bimbache" in vielen musikalischen kleinen und großen Treffs durchgeführt. Traditionell vereint ein gemeinsames Konzert alle Teilnehmer nochmals. Dieses fantastische Konzert fand nun am 13. August in Frontera statt.  Mehr als 20 Künstler aus den Kanarischen Inseln und dem Rest der Welt, unter der künstlerischen Leitung von Gitarrist Torsten de Winkel und in der Produktion von Sabine Willmann. Die Konzertbesucher genossen die hohe Qualität der Interpreten, ihre Exzellenz und Vielfalt sowiei Interaktion zwischen verschiedenen Musikstilen aus vier Kontinenten, beruhend auf dem soliden Fundament der Herreño Folklore. Text: León W. Schönau. Source: Youtube


GAROÉ ÁRBOL SANTO, DER HEILIGE BAUM

Natürlich tropft es von den  Blättern der Bäume, wenn es regnet. Aber in oftmals staubtrockenen Zeit auf der Insel El Hierro grenzte es an Wunder, wie es aus einem Baum tropfen konnte, wenn es nicht regnete. Als ich am 17. Februar 2013 unter diesem Baum stand (ein Nachfolger des legendären Baumurvaters) tropfte es nicht außerordentlich, aber hin und wieder umfächelte mich ein feuchter Hauch. Und nach länger als 10 Minuten erwischte mich der erste Tropfen von oben. Klein, zart, lieblich zesrtob er auf meinem Kopf und erzeugte den gewissen Plopp, den man allerdings hier sofort mit "bb" schreiben müsste. Feuchtmoose unter mir, Feuchtluft in den Nüstern, feuchte Hautoberflächen und ein Grün, das sich gerade in solcher Gegend gewaschen hat ... Ich war beeindruckt und ließ mir eine orIginal gesiegelte Urkunde meiner bescheidenen touristischen Anwesenheit an historischer Stelle ausfertigen. Hier ist sie:


KANARISCHE INSELN. EL HIERRO. 14.01.2015. KLEINE UNBEKANNTE INSEL AM KANARENRANDE? KEINESFALLS!  Oliver Lück von SPIEGEL OINLINE ist Kanarenkenner und sagt den deutschen SPIEGEL-Lesern (und Touristen), wo man auf den Kanaren noch Ruhe findet  ...


25th of July 2014

BERLIN

Ein Sommerabend mit El Hierro´s musikalischen Botschaftern in Berlin | Una noche de verano con embajadores musicales de El Hierro en Berlín

 

Bimbache-OpenArt-Musiker und Crew auf der Bühne beim Schlussapplaus. Nicht alle passten auf´s Bild ;-) ...
Bimbache-OpenArt-Musiker und Crew auf der Bühne beim Schlussapplaus. Nicht alle passten auf´s Bild ;-) ...
Torsten de Winkel auf El Hierro lebender Vollblutmusiker aus Deutschland, Festivalleiter und selbst Gitarrist in der Band "Canarias All Stars"
Torsten de Winkel auf El Hierro lebender Vollblutmusiker aus Deutschland, Festivalleiter und selbst Gitarrist in der Band "Canarias All Stars"

„El Hierro auténtico“ begeisterte am 25. Juli mit „BimbacheOpenArtFestival“ in Berlin

 

Die Kanarischen Inseln hierzulande eigentlich nur darin bekannt, jährlich Millionen von Touristen, die Deutschen natürlich in der Spitzengruppe, wegen Sonne, Strand und ständigen Frühlings zu „importieren“. Die meisten der „Importierten“ „exportieren“ wiederum durchaus angenehmste Erinnerungen an Sonne, Strand, Sand, Meer, vielleicht an ein paar gesehene Delfine und den höchsten Berg Spaniens, der sich sensationeller weise auf Teneriffa befindet.

Was aber „exportieren“ aber die Kanaren eigentlich darüberhinaus nach Europa und in die Welt?  Bad news, god news von den Kanarischen Inseln Außer good tourism news auch ein paar bad news, nämlich die, dass demnächst mit den Probebohrungen nach Erdöl vor den beiden östlichen Kanareninseln Lanzarote und Fuerteventura begonnen werden soll. Urlauber, die das überrascht vernehmen bekommen große Augen und spitzen die Ohren. Canarios, die Einwohner der Inseln, protestieren schon seit über einem Jahr vernehmlich lauter auf den Straßen. Es ist also nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen auf den „glückseligen Inseln“ den auch die spanische Finanz- und Wirtschaftskrise beutelt die Einheimischen immer noch heftig. „BimbacheOpenArtFestival“ mit Künstlern als Botschafter für eine bessere Welt. Da freut es außerordentlich, quasi so seltene kulturelle und soziale Botschafter der Inseln und dazu noch eine künstlerisch avantgardistische Gruppierung, bestehend aus Musikern und Sängern des „BimbacheOpenArtFestivals“ hier in Berlin zu begrüßen.

Sie sind Botschafter der Insel El Hierro, der Kleinsten der Kanaren, ganz südwestlich und ganz „weit draußen“, wer will „am Rande der (europäischen) Welt“. Luftlinie von Berlin: Rund 3.700 km. Mit ihren rund 270 Quadratkilometern nur ein Drittel der Fläche Berlins und mit gerade mal 10.000 Einwohnern ... El Hierro, zugleich ein von der UNESCO benanntes Weltbiosphärenreservat im Atlantik, schien sich vorzüglich zu eignen „als Herz eines globalen Netzwerkes von Künstlern und Wissenschaftlern aller Art, von World-Music-Virtuosen, Jazzgrößen, Symphoniker, "Elektronikwaver" bis zu Meeresforschern und IT-Freaks...“ zu fungieren. Wie es Sabine Willmann, Managerin des Festivals auf El Hierro, und mit nach Berlin gekommen, auf den Punkt bringt. Von einer besseren Welt nicht nur reden, sondern auch engsprechend zu handeln – so versuchen sie jetzt schon, auch mit kleinen Dingen des Lebens und Zusammenlebens, oder mit den großen der Musik, der Kunst, der politischen Kultur des Respekts schlechthin, auf künstlerischen, musikalischen, sozialen Wegen eines gleichberechtigten, globalen Miteinanders weiter zu kommen. Dafür setzt sich auch seit gründung des Netzwerksund seines Projekts Torsten de Winkel, musikalischer Leiter des Festivals und sein Gründer seit dem Jahr 2005 energisch und beharrlich ein.

Text und photos © by  León W. Schoenau

 

Die Sängerin Claudia Álamo (El Hierro), im Hintergrund Juan Luis Castaño (Venezuela) am Schlagzeug
Die Sängerin Claudia Álamo (El Hierro), im Hintergrund Juan Luis Castaño (Venezuela) am Schlagzeug
Die Sängerin Bibiana Monje (Teneriffa)
Die Sängerin Bibiana Monje (Teneriffa)
Die Sängerin Luisa Machado (Teneriffa)
Die Sängerin Luisa Machado (Teneriffa)
V.l.n.r.: Torsten de Winkel, Bibiana Monjes und Bassist Alberto Mendez (Teneriffa)
V.l.n.r.: Torsten de Winkel, Bibiana Monjes und Bassist Alberto Mendez (Teneriffa)

Inselwurzeln und globale Sichtweisen ergänzen sich.Mit der Klärung des Namens „Bimbache“ kommen wir dann auch endlich zur Erklärung der ganz besonderen Philosophie, der Botschaften und des schöpferischen Engagements aller Menschen, die mit Torsten im Rahmen dieser bis jetzt 9 Festivals (das 10. steht im August dieses Jahre bevor) musizieren und künstlerisch auf den verschiedensten Gebieten zusammenarbeiten.„Bimbaches“ nannten sich die Ureinwohner El Hierros. Heute weiß man von ihrer Lebensweise im Wesentlichen soviel, dass sie, lange vor den Normannen und den spanischen Eroberern der Insel, überwiegend in Höhlen lebten, eine hohe künstlerische Kultur besaßen (Höhlenmalereien/ Leteros), eine komplexe Sozialstruktur besaßen und ein ausgeglichenes, soziales und friedliches gemeinschaftliches Leben führten. Von der Land-, Weidewirtschaft und küstennaher Fischerei ernährten sie sich. Die tiefe Verbundenheit untereinander, die ihnen die Einwohner noch heute nachsagen und die sie deshalb noch heute auf der Insel untereinander pflegen, war ebenfalls ein wichtiger Ausgangspunkt für die Namenswahl. Diese Einfachheiten in den Wurzeln anzuerkennen, sie zu adaptieren auf das Hier und Jetzt und die Zukunft, mag in der heutigen hochtechnisierten Welt verwundern. Sie sind kein Rückzug „auf eine einsame Insel“ – bedeuten aber nicht Ausstieg, sondern Einstieg. Sie geben Kraft, damit sichwährend  der BimbacheOpenArtFestivals, jedes Jahr im August auf El Hierro, namhafte bekannte und noch unbekannte Musiker und Künstler aus 5 Kontinenten treffen, zusammen musizieren, Projekte entwickeln, in dem sie zusammen leben ... Freunde werden. Mehrere Kulturen, Menschen, musikalische Stile treffen sich vor Ort mit den Stilen und der anziehenden kulturellen Identität einer kleinen Insel im Atlantik, um auszutrahlen auf die Welt, Beispiele zu geben, wiederum andere anzuregen.

 

Kike Perdomo, Saxophonist, Teneriffa
Kike Perdomo, Saxophonist, Teneriffa

Musik aus El Hierro kommt an! In Berlin bewiesen nun am 25. Juli 2014 im legendären „Pfefferberg“ unter Leitung von Torsten de Winkel (Gitarre, Deutschland) die hervorragenden kanarischen Musiker Kike Perdomo (Saxophon) , Alberto Mendéz (Bass), der Venezolaner Juan Luis Castaño (drums & percusion) sowie der Inder Amit Mishra (Tabla), welche faszinierenden Musikmischungen den Abend entweder zu einem brodelnden rhythmischen Jazz-Fusion-Hexenkessel werden lassen oder einen leisen, poetisch akzentuierten Musiklyrikteppich auszurollen, auf dem sich´s gut ausruhen und entspannen ließ. Nicht zu vergessen die stimmlich ungemein versierten 3 kanarischen Sängerinnen, die von herreñischen Volksliedern bis zu rock- oder rumbabestimmten Emotionalballaden, alle Spielarten des vokalen Ausdrucks beherrschten und die Zuhörer ebenfalls verzauberten: Claudia Álamo (El Hierro), Bibiana Monje und Luisa Machado (beide aus Teneriffa). 2 Sessions fesselten die Zuhörer vor der Bühne. Und leider ließ sich „OpenArt“ als „Open Air“, wie geplant, nicht machen, weil der Berliner Wettergott Wasser in Massen herabregnen ließ. „Fruchtbares Wetter“, sagten einige, friedlich akzeptierend – und das passte gut zu ähnlichen Wirkungen der vielen, äußerst kontrastreichen Musikstücke iim Laufe des Abends  Inneren des Hauses 13 „vom Peffer“. Zwischendurch, und nicht nur in den Pausen, konnte man die schon erzeugte Entspannung beim Musikhören auf die Spitze treiben, in dem man sich „in die Hände“ von Raju Gohel, einem indischen ayurvedisch Therapeuten, begab. Raju begleitete die Gruppe auch auf Ihrer gesamt Deutschland-Tournee. Eine Idee, die zum Selbstverständnis der BimbacheOpenArt–Künstler wunderbar passt.

Was wäre der „Canto Canario“ ohne die wunderbare Sängerin María Mérida?

Nichts - rein gar nichts, darf man etwas radikal formulieren. Aber María, die bisher häufig mit BimbacheOpenArtFestival auf Reisen durch Europa und die Welt ging, fehlte dieses Mal in der Künstlerliste. Die Grand Dame des kanarischen Chansons, eben dieses speziell intonierten kanarischen Gesangs, ist nunmehr 89. Deshalb gab’s, quasi als 2. Zugabe, auf der Leinwand den Dokumentarfilm „La Perla del Mar“ (Die Perle des Meeres) des Berliner Regisseurs Joachim Jung. Mit dem Meer, dass auch der Film in allen seinen Schattierungen rings um El Hierro erfasst, lässt sie sich auch heute noch vergleichen. Naturgewalt eben - in ihrer unnachahmlichen stimmlichen Altlage – im Film eben ebenfalls Erlebnis und Genuss genug.

 

Sabine Willmann, Organisatorin des Festivals, im Gespräch über den Film mit dem Berliner Regisseur Joachim Jung
Sabine Willmann, Organisatorin des Festivals, im Gespräch über den Film mit dem Berliner Regisseur Joachim Jung

El Hierro – erste energetisch autarke Insel der Welt! Diese Überschrift gehört zum Gesamttext darf deshalb für alle Bemühungen stehen, die kleine (und nicht reiche) Insel im Atlantik, am Rande Europas, zu einem ökologischen Paradebeispiel für sinnvolles, soziales, gerechtes, menschlich ausgewogenes und fundiert umweltbezogenes Leben zu machen. Nach über 30 Jahren Anlauf ist im Juni dieses Jahres etwas gelungen, was keiner auf den Kanaren und Europa für möglich hielt: Sie versorgt sich seitdem zu 100% mit „grüner Energie“, also rein aus Wind- und Wasserkraft erzeugt. Auch BimbachOpenArt erzeugt und verbraucht Energie, gibt aber eben soviel mehr Energie weiter, an die Menschen, die ihr Herz für El Hierro und seine kreativ machenden und erholsamen Besonderheiten entdeckt haben. Eine Reise dorthin, abseits vom Massentourismus, ist eine Reise zu den Bimbaches von heute, auch eine Reise zu sich selbst – und öffnet einem wieder mal einen neuen Blick auf andere Art auf die Schönheiten dieser Welt und die Kunst der Menschen, diese  zu pflegen und zu bewahren.

 

Texte und Photos ©2014 byLeón Wolfgang Schönau


UMWELT EL HIERRO


posted on 27th of June 2014

EL HIERRO: GRÜNE ENERGIEWENDE GELUNGEN

 

Wenn wir in Deutschland uns so schwer tun mit der Energiewende, hin zu „grüner Energie“, so wäre es vielleicht doch jetzt ganz angezeigt, mal mit EL HIERRO in Erfahrungsaustausch zu treten. Ja, natürlich ist´s nur ein Inselchen. Und ja, es handelt sich nur um 10.000 Einwohner und ein paar tausend Touristen jährlich. Aber nein, sie hatten´s dort auch nicht leicht. So wie wir hier. Und ganze 30 Jahre hat es gebraucht bis zur Wende.

 

Aber am 27. Juni 2014 war es soweit und der bewusste „Knopfdruck“ konnte geschehen. „Gorona del Viento“ läuft! Seitdem verzichtet die Insel bei der Energieerzeugung zu 100% auf Fossiles und die 80 Millionen teure, intelligent entwickelte Anlage nahm ihren Betrieb auf. Nun fehlen bloß noch die Elektroautos - und das Ganze ist rund.

 

Source: Canariasahora, 27.06.2014
Source: Canariasahora, 27.06.2014

Auch wenn es lange genug gedauert hat und das Management der Anlage wie die Inselregierung  diverse bürokratische Brocken aus dem Weg zu räumen hatten - die Ausdauer am Projekt zu bleiben hat sich gelohnt. Denn hinter dem aufgeladenen Wortungetüm „Windwasserkraftwerk“ versteckt sich einiges an Ingenieurskunst, intelligentem Energiemanagement und vor allem nachhaltige Wirkung, die nicht nur auf dem Papier steht.

 

Die fünf Windräder vom Typ „Enercon E-70“kommen aus Deutschland. Sie reichen aus für die Stromversorgung der gesamten Insel. Wird die bei Wind erzeugte Strommenge nicht abgenommen, geht sie in die Antriebe von Wasserpumpen. Diese befördern Wasser aus einem tiefer gelegenen in ein rd. 700 Meter höher gelegenes Wasserbecken. Es ist dies eine gut angewandte Art der „Stromspeicherung“. Bei Windpausen wird das Oberbecken angezapft und Wasser schießt talwärts und treibt wiederum stromerzeugende Turbinen an.

Text: León W. Schönau



Source: La Vanguardia, 24.03.2003
Source: La Vanguardia, 24.03.2003

AUSZEIT - PERSÖNLICHE EINDRÜCKE


Auszeit auf El Hierro/5. Der Bogen schließt sich. Zwischen Punta de la Sal und der Playa del Verodal wirft sich das wilde Meer seit ewigen Zeiten gegen die schroffen Vulkanklippen. Steter Tropfen ... Und dann dieser fünfundzwanzig Meter hohe Bogen. Der Arco de la Tosca. Hindurchschwimmen ist nicht - hindurchsehen schon. Und was sehen wir? Die Welt ist blau und eine Kugel.

Text&Foto©2013byleonwschoenau



Auszeit auf El Hierro/4: Auf dem fruchtbaren Weideland der Hochebene der Meseta de Nisdafe ereignen sich für mich schottisch-irische Déjà-vu´s ... Kleine Steinmauern durchziehen das frische Grün wie Adern. Hin und wieder blank geputzte Kühe und wollträchtige Schafe. Es ist Winter. Passatwolken und Regen gaben dem Grün einen Extraschub. Die sanften Rundungen am Horizont erinnern die vulkanischen Herzen der Insel.
Text&Photo©2013byLeónW.Schoenau. 
Foto©2013byleonwschoenau
Foto©2013byleonwschoenau

Auszeit auf El Hierro/3. Wacholdergleichnisse begegnen mir – jahrhundertalte Baumgreise, sabinar. Fast verdorrte, aber immer noch ein bisschen weiter lebende Baumriesen. Verdreht und verweht kriechen sie schließlich am Boden entlang. Einige wenige der Zähesten sind es. Den Rest hat die Axt der Menschen zu Bauholz gemacht. Andere fraßen die Flammen des letzten Großbrandes hier ... 

 

Der Wind kennt kein Pardon. Ich bin bei El Sabinar. Hier stehen die letzten Wacholderbäume der Insel. In den schwungvoll verflochtenen und gedrehten Baumfuss eines nach links kippenden Wacholders hinein hat sich blühende Kamille geschmiegt, so als tröste sie den Baum – besonders im Frühling. Bleib leben! Ein blühendes  Nest spricht vom Frühling und von Freude des Lebens.

 

Weiter hinten  und unten, die Krone des Baumes liegt tief an den Boden gedrückt, krächzt etwas. Ist es der Baum? Ist es einer der Kolkraben der Gegend? Ich erfahre es nicht. Der fauchende Wind trägt meine Mütze und die Laute hinweg ... 


Auszeit auf El Hierro/2. Wie fühlt man sich im ultraperiphersten Bereich Europas? Unter mir müsste das Magma pulsieren, aber ich spüre es nicht. Mein Blick geht zum schlummernden volcán submarino. Die lavaschwarzen Gestalten nicken mir zu: Geh schon, sprich mit ihm, wir tun es auch, Tag und Nacht.

Der Wille von Mutter Natur und der des Menschen - bekanntlich, wie auch hier, nicht immer übereinstimmend. An dieser Stelle allerdings empfinde ich heute etwas Versöhnliches zwischen mir und dem 80 Meter unterm Meeresspiegel versteckten volcán ...

 

Foto©2013byleonwschoenau
Foto©2013byleonwschoenau

Auszeit auf El Hierro/1. Ist eine Zeit, in der es nicht "aus" ist. Im Gegenteil. Es ist und ich bin "in". Nicht einfach auf einer Insel, sondern in ihrem Innerenl - vulkanisch - und deshalb mit Ansprüchen an ein auch von unten gewärmtes Paradies (und der möglichen Vertreibung daraus).

Der alte Meridian Null. Ermöglicht eventuell auch heute noch die Null-Vertreibung. Gedanklich geeignet zum Verwurzeln ... Füße fest auf dem Boden – und warten bis ... Mit geschlossenen Augen wieder sehen lernen. Und dann doch: Der Foto-Klick! Erstaunt? Die Linse als 3. Auge, ganz einfach.


EMPFOHLENE VIDEOS


SPANISCHSPRACHIGE ... HISPANOHABLANTES ...


Source: IslasCanariasOficial, youtube