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FUERTEVENTURA - AUF DEN ERSTEN BLICK


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SPANISCHSPRACHIGE ...  HIPANOHABLANTES ...


Source: IslasCanariasOfficial



FUERTE ... POETISCHE SENTENZEN VON LEÓN W. SCHOENAU


FUERTEPOÉTICA/1: Das Grafische in den Landschaften Fuerteventuras ist unverkennbar. Da meine ich ausnahmsweise mal nicht die Badeparadiese, weswegen die „Schlechtwetterflüchtlinge“ aus dem wohlhabenden Norden die Inselstrände fluten. Vielmehr sieht man´s im sanftwelligen, jedoch immer noch feinstrukturierten Hinterland, im Inselinneren genauer. „Fuerte“ ist nach wie vor die am dünnsten besiedelte Insel des kanarischen Archipels. Das merkt man aber erst „im Inneren“. Kann man der Inselseele habhaft werden, so eröffnet sich genügend Zeit, stellen sich Geduld ein und zwei offene Augen, die mehr erfassen, als nur die Oberfläche des Landschaftsbildes. Denn die Dörfer, Oasen, kleinen unauffälligen Lavaschluchten, die sich wellenförmig hinziehenden, schmiegsamen Hügel geben sich solchem Licht und solchen Farben zu erkennen, die die großen Impressionisten der Welt nicht besser hätten erfinden oder wiedergeben können. Da ist auch das Karge noch reizvoll genug, um ihm längere verweilende Blicke zu schenken und aus den Linien und Verzweigungen den Blick von unten nach oben, von vorn nach hinten und meinetwegen auch diagonal wandern zu lassen. Der große spanische Dichter Miguel de Unamuno, hat als politisch Verbannter in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Schönheit der Insel kontrastreich beschrieben: „ Dieses Skelett der Erde, felsige Eingeweide, die aus der Tiefe des Meeres emporstiegen; Vulkanruinen, rötliches von Durst gepeinigtes Gerippe – und doch, welche Schönheit!“.


FUERTEPOÉTICA/2: deviaje: unterwegs sein im ockerbraunen land, heisst nicht, nirgendwo den grünen silbertstreif der fruchtbaren bodenkrume am horizont zu erblicken. besonders wenn der blick lange am boden haften blieb, kommt es einer kleinen welterleuchtung gleich, mit frischgrünen evierten dem ewig gleichem ockerbraunem wüstengleichmaß zu entrinnen und in sie mit offenen augen einzusaugen ...


FUERTEPOÉTICA/4: "Viajar, dormir, enamorarse son tres invitaciones a lo mismo. Tres modos de irse a lugares que noch siempre entendemos." /"Reisen, schlafen, sich verlieben sind drei Einladungen für dasselbe. Drei Wege, sich an Orte zu begeben, die wir nicht immer verstehen." (Àngeles Mastretta, * 1949, mexikanische Schriftstellerin).


FUERTEPOÉTICA/3-5: Coming soon!

Pictureshow © by LeónWSchoenau


GO NAKED IN FUERTEVENTURA!


Source: fuerteventuraenimagenes.com
Source: fuerteventuraenimagenes.com

DIESEN HÄUFIG ANZÜGLICH GEMEINTE SPRUCH, NATÜRLICH IM GÄNGIGEN ENGLISCH, WOLLEN WIR AUSNAHMSWEISE MAL ZUM ERZEUGEN EINER ETWAS REIßERISCHEN ÜBERSCHRIFT BENUTZEN. Es geht um das beliebte Nackbaden, FKK, Freiheit des Körpers ohnegleichen - und dass eben auch auf Fuerte. Noch nicht gehört davon? Ist auch nicht so selbstverständlich, wie zu Hause zwischen Flensburg und Usedom ... El nudismo, wie hier auf der Insel FKK heißt, tauchte als demokratischer Nacktheitsanspruch der Menschheit im puristischen und klerikalen und katholischen Spaniens der 1960-er Jahre von allen Kanarischen Inseln zuerst auf Fuerteventura auf. Die verbürgte Geschichte von erstmaligen Anspruch auf körperliche Nackheit geht aber viel weiter zurück, nämlich auf den weltberühmten spanischen Dichter Miguel de Unamuno y Jugo (1864 - 1936). Dazu muss man aber auch wissen, dass Unamuno einer der herausragenden revolutionären Köpfe Spaniens war, der die spanischen Monarchie und ihre anitdemokratischen Machenschaften sein Leben lang geißelte. 1924 ging er, nach weiteren harten Auseinandersetzung mit der neuen Militärdiktatur unter Miguel Primo de Rivera für 4 Monate ins selbst gewählte Exil nach Fuerteventura. Man sah ihn häufig nackt auf dem Dach des Hotels, dass er in Fuerteventura bewohnte, beim Lesen oder auch beim Schreiben. Insofern war er der erste "Nudist" auf der Insel. Das Portal fuerteverntuarenímages berichtet, unter Berufung auf den noch lebenden Hotelbesitzer des Etablissements, Don Francisco Medina, dass dieser Unamuno sowieso als heftig häufig zeimlich regierenden und kompromisslosen Menschen erinnerte. Als es einmal, wie so häufig, wieder  Beschwerden der Nachbarn über das  hüllenlose Sonnenbaden des Maestros auf dem Hoteldach gab, antwortete dieses schroff: “Yo no los miro. Que no me miren ellos a mí.” (etwas: "Ich schaue Sie doch auch nicht an. Dann tun Sie es auch nicht!"). Schriftstellerisch äußerte er sich, für damalige Verhältnisse überraschend klar und progressiv, auch selbst zum Vorteil des "Sonnenbadens". In seinen Briefen an den grancanarischen Dichter (1843 - 1920) Benito Perze Galdos, wie auch in einigen seiner Sonette, findet man Aussagen wie: "Al sol de la verdad pongo desnuda mi alma” (Etwa: "Die Sonne der Wahrheit legt meine Seele bloß"). Nun kennen Sie den Ursprung der vor dem 1. massentouristischen Anstrum von 1960 liegt. Die bevorzugten Strände für FKK auf Fuerteventura lassen sich natürlich auch konkreten benennen bzw. etwas diffuser vielleicht, als geeignet andeuten. Wie auch in anderen Nacktstrandgegegenden der Welt ist es auch auf Fuerte immer so, dass die weit von Asphaltpisten entfernten und sich in Buchten versteckenden Strände, die beste Gewähr bieten, unter Gleichgesinnten seine paradiesischen Zustanände unauffällig und natürlich genießen zu können. Dazu gehören z.B. Los Laguitos en El Cotillo, im Nordwesten der Insel. Während im Inselsüden sich La Playa del Viejo Rey empfiehlt - außerdem noch: die Playas de Jarugo, die von Tindaya sowie  die Playas von  Garcey und  La Solapa oder, schon wieder berühmt, aber nach wie vor schlecht erreichbar, die Playa de Cofete Am besten bekannt und offiziell beliebt für FKK sind die leicht zugänglichen Dunas de Corralejo im Norden oder die Playas de Jandía im Südosten.

León W. Schönau